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Die Themenstränge des Kongresses: |
Geheimhaltung und Transparenz | |
Politik mit Worten und Bildern | |
Massenmedien von innen und außen | |
Öffentlichkeit von unten |
| Unten finden Sie die aktuellen Neuigkeiten vom Kongress von unserer Facebook-Seite. Für alle weiteren Informationen bitte die zwei Reihen Tabs oben benutzen. |
Allgemeine Informationen
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Vom 1. bis 3. Oktober 2010 findet in der Friedrich-Ebert-Stiftung und im Wissenschaftszentrum in Berlin der bundesweite Kongress Öffentlichkeit und Demokratie für über 600 Personen statt. Zwei Leitfragen werden dort im Mittelpunkt stehen: In welchem Zustand befindet sich die politische Öffentlichkeit in Deutschland? Und falls dieser Zustand beklagenswert ist, wovon ausgzugehen ist – was kann dagegen getan werden? Folgende Punkte sollen mit Hilfe des Kongresses konkret erreicht werden:
Dem Anliegen "Schafft eine demokratische Öffentlichkeit" geholfen werden durch:
Zudem möchten wir jede(n) herzlich einladen, sich selbst ein Bild zu machen und die regelmäßigen Treffen des Vorbereitungskreises in Berlin zu besuchen. Die Termine können dieser Webseite entnommen werden. |
Der Aufruf zum Kongress vom 3. März 2010 (auch als PDF abrufbar)
Schafft eine demokratische Öffentlichkeit!
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Themenstrang I: Geheimhaltung und Transparenz
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Hier geht es um Barrieren des Informationszugangs für Bürgerinnen und Bürger. Sie sind davon als ArbeitnehmerInnen oder LeserInnen, ZuschauerInnen oder HörerInnen, als WählerInnen, KonsumentInnen und in vielen weiteren gesellschaftlichen Rollen betroffen. Die Gesellschaft ist auf "Aufklärung" v.a. durch eine Medienberichterstattung angewiesen, die kontextbezogen und kritisch Zusammenhänge vermitteln könnte. Die Medien stehen aber selber häufig vor verschlossenen Informationstüren. Typische Informationsbarrieren sind Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse privater Unternehmen, die Amts- bzw. Dienstgeheim-nisse der Öffentlichen Verwaltung und Politik sowie die innere und äußere Sicherheit von Staaten. Diese Bereiche weiten sich aus und überlagern einander im Zuge von Privatisierung und Public Privat Partnership (PPP) einerseits und wachsenden Sicherheitsbestrebungen andererseits. Darum finden v.a. im Internet, aber zunehmend auch in den traditionellen Medien die Insiderkenntnisse von InformantInnen Beachtung. Für solche InformantInnen wurde der englische Begriff des Whistleblowers ins Deutsche übernommen. Potentielle Whistleblower wiederum unterliegen am Arbeitsplatz bzw. in ihrem professionellen Umfeld einer strikten Verschwiegenheits- und Treuepflicht ihrem Arbeitgeber gegenüber. Verletzen sie diese, setzen sie sich Maßregelungen bis hin zur Kündigung aus. Arbeits- und dienstrechtlich besteht in solchen Fälle große Rechtsunsicherheit. Das Grundrecht auf Meinungsäußerungsfreiheit muss im Falle arbeits- oder verwaltungsgerichtlicher Auseinandersetzungen häufig hinter den Arbeitgeberrechten zurückstehen. Ein besserer Whistleblowerschutz ist darum ein wichtiger Schritt in Richtung Transparenz gesellschaftlicher Prozesse. Was alle wesentlich angeht, muss von allen gewusst werden können. Whistleblowerschutz liegt im öffentlichen Interesse. |
Progtramm Themenstrang II: Politik mit Worten und Bildern
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Unsere Wahrnehmung der Welt wird wesentlich von Massenmedien geprägt. Wäre Qualitäts-Journalismus deren Markenzeichen - wir hätten weniger Grund für Kritik und Unbehagen. Tatsächlich erleben wir eine Krise des kritischen Journalismus. Inszenierung, Dramatisierung und Personalisierung prägen die Wort- und Bildberichterstattung insbesondere in der Politik. Die Folgen: Beschädigung des Politischen auf Kosten klassischer Politikvermittlung und bedenkliche Realitätsverkürzung.
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Themenstrang III: Massenmedien von innen und außen
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Die Medien spielen in einer demokratischen Gesellschaft eine wesentliche Rolle - sie sollen die Bürger informieren - gründlich, vielfältig und umfassend -um sie in die Lage zu versetzen, ihren bürgerlichen Rechten und Pflichten nachzukommen, um auf der Basis verlässlicher Informationen an demokratischen Entscheidungen teilzuhaben. Medien berufen sich auf ihren gesellschaftlichen Auftrag. Ihr Anspruch: Vorgänge, Sachverhalte und Zusammenhänge öffentlich machen, damit alle Menschenerkennen können, welche Einflüsse und Kräfte in der Gesellschaft wirken. Werden die Medien - egal in welcher Form - heute noch dieser Aufgabe gerecht? Wem gehören die Medien, wer bestimmt ihre Inhalte, gibt es da eine Zusammenhang? Bieten die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und die konkreten Arbeitsbedingungen in den Medien überhaupt noch den Raum und die Möglichkeit, diesem gesellschaftlichen Auftrag nachzukommen? |
Themenstrang IV: Öffentlichkeit von unten
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Öffentlichkeit wird nicht nur über kommerzielle und öffentlich-rechtliche Massenmedien hergestellt. Sie entsteht überall da, wo engagierte Bürger_innen, Initiativen und soziale Bewegungen ihre Stimmen erheben. Das kann mit verschiedenen Mitteln geschehen – eigene Zeitungen, Weblogs, Demonstrationen, Diskussionsveranstaltungen und anderes mehr. Das sind die Orte, an denen grundsätzliche Kritik formuliert wird. Gleichzeitig werden diese Arenen aber auch genutzt, um undemokratische Positionen zu verbreiten. Da die Versuche, von unten Öffentlichkeit herzustellen, mal mehr, mal weniger erfolgreich sind, gibt es viel voneinander zu lernen:
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